Trotz Corona: trans-o-flex startet erstes „Umschlagzentrum der Zukunft“

Trotz Corona: trans-o-flex startet erstes „Umschlagzentrum der Zukunft“

Der Corona-Pandemie zum Trotz hat trans-o-flex Anfang Mai ein neues Umschlagzentrum planmäßig in Betrieb genommen, mit dem das Unternehmen einen neuen Standard etablieren will. „Das Logistikzentrum im westfälischen Hamm-Rhynern ist für trans-o-flex ein Meilenstein in der Netzentwicklung, denn es setzt ökonomisch wie ökologisch Maßstäbe“, sagte der Vorsitzende der trans-o-flex-Geschäftsführung, Wolfgang P. Albeck. „Die jetzt eröffnete Anlage ist für uns das Umschlagzentrum der Zukunft. Nach diesem Vorbild wird trans-o-flex in den nächsten Jahren weitere Logistikknoten in Deutschland erneuern oder komplett neu bauen.“ Die Gesamtinvestition für das Logistikzentrum beträgt rund 17 Millionen Euro.

Der Warenumschlag erfolgt in zwei separaten Temperaturzonen. „Den Großteil der Anlage kühlen oder heizen wir auf konstant 20 Grad. So können wir dort Sendungen in unserem Service Ambient-Express entladen, sortieren und beladen, der eine aktive Temperierung zwischen 15 und 25 Grad Celsius vorsieht“, erläutert Albeck. „Zusätzlich haben wir einen Kühlbereich in die Anlage integriert. Dort schlagen wir Ware in unserem Service Thermo-Express um, die aktiv zwischen 2 und 8 Grad Celsius gehalten wird.“ Am vorherigen Standort in Dortmund gab es für jeden Temperaturbereich einen separaten Umschlagpunkt. „Wir ziehen damit Synergien zwischen unseren Transportnetzen und haben gleichzeitig die Effizienz der Sortier- und Umschlagprozesse deutlich gesteigert.“

Grund dafür ist unter anderem eine automatische Sortieranlage des niederländischen Spezialisten Van Riet. In Dortmund wurde manuell über Rollenbänder sortiert. In Hamm-Rhynern steuert die Anlage die Pakete von sechs Auflagestellen automatisch zu einer von 119 Ladestellen für Lkw oder Transporter. Zwischendurch werden die Sendungen vollautomatisch gemessen und gewogen. „So können wir unseren Kunden automatisch exakt das tatsächliche Transportgewicht berechnen.“ Weil die Sortierbänder in mehr als vier Meter Höhe über dem Hallenboden geführt werden, können Gabelstapler, die Ware auf Paletten durch die Halle transportieren, darunter herfahren. Albeck betont: „Das ist sehr wichtig für ein System, das sowohl Pakete als auch Paletten transportiert, da bei vielen anderen Anlagen ein Paketsorter für Umwege im Palettenumschlag sorgt.“

Den besonderen Anlagentyp bezeichnen Fachleute als Schuh- oder Posi-Sorter. Diese Sorter führen Sendungen nicht nur schnell, sondern auch schonend zu ihrer Endstelle. Dafür sind auf dem Band sogenannte Schuhe installiert, die die Sendungen sicher, aber vorsichtig in die gewünschte Richtung lenken. „Weil trans-o-flex hochwertige und sensible Güter befördert, setzen wir ausschließlich solche Sortieranlagen ein. Das ist einer der Gründe, warum wir die wahrscheinlich niedrigste Schadenquote in der Branche haben“, erläutert Albeck.

Gebäude von oben trans-o-flex Standort Hamm
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