„Wer in der Logistik heute mit einem neuen Standort nur die Kapazität und Effizienz seiner Netze erhöht, der macht etwas gewaltig falsch“, sagte Wolfgang P. Albeck, CEO von trans-o-flex bei der offiziellen Eröffnung des neuen Logistikzentrums im sächsischen Wildenfels bei Zwickau. „Neue Standorte müssen auch mit Nachhaltigkeit punkten, den CO2-Fußabdruck der Logistik verringern sowie mit attraktiven Arbeits- und Ausbildungsplätzen die Zukunft der Branche sichern.“ Das auf Expresstransporte und Logistiklösungen für die Branchen Healthcare, Kosmetik und Unterhaltungselektronik sowie auf andere sensible Güter spezialisierte Unternehmen habe deshalb ein Immobilienkonzept mit einem großen Nachhaltigkeitsbaukasten entwickelt, der jeweils an die Möglichkeiten und Gegebenheiten vor Ort angepasst werde.
So konnte in Wildenfels auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück das Logistikzentrum in Form eines großen Y gebaut werden. Diese Form der Anlage erreicht bei einer sehr kompakten Hallenfläche von 5.000 Quadratmetern eine hohe Zahl von 99 Toren für schnelles Be- und Entladen. Die Form beschränkt außerdem die notwendige Verkehrsfläche auf ein Minimum und ermöglicht ein schnelles Cross-Docking zwischen Langstrecken-Lkw und Zustellfahrzeugen.
„Wir haben überdurchschnittlich viel in eine starke Wärmedämmung investiert, was schon mittelfristig Betriebskosten und Klimabelastung senkt“, so Albeck weiter. „Die Temperierung der Anlage, die zur Sicherheit der von uns transportierten sensiblen Güter notwendig ist, erfolgt über eine ökologisch wie ökonomisch günstige Kombination aus freier Kühlung über Zuluftgitter und Abluftventilatoren sowie einer Klimaanlage.“ Geheizt wird mit Gas-Dunkelstrahlern, LED-Leuchten sorgen für nachhaltige Arbeitsplatzsicherheit.
Als weitere Investition in mehr Nachhaltigkeit wird der gesamte Regen, der auf Dächer und versiegelte Flächen des Grundstücks fällt, nicht in die Kanalisation geleitet. Vielmehr wurde unter der Hoffläche ein spezielles Leitungssystem verlegt, das sämtliches Regenwasser auffängt. Auch auf die zunehmende Elektromobilität ist der Standort vorbereitet: Es wurden Ladesäulen für Elektrofahrzeuge von Mitarbeitern aufgestellt und Anschlüsse für das Laden von Zustellfahrzeugen gelegt.
Operativ ist die Netzwerkeffizienz durch die neue Anlage unter anderem deshalb gestiegen, weil hier zwei bisher getrennte Standorte zusammengeführt wurden. Albeck: „Die neue Niederlassung ist sowohl Umschlagzentrum für unser Kühlnetzwerk trans-o-flex ThermoMed mit Temperaturen zwischen 2 und 8 Grad Celsius als auch für trans-o-flex Express mit untemperierten und aktiv temperierten Transporten im Ambient-Bereich von 15 bis 25 Grad Celsius.“