Logistik ja – aber bitte nur mit Webshop!
Wie trans-o-flex und Siemens Healthineers den Auftrag zur Verteilung von Corona-Tests in Nordrhein-Westfalen mit Hilfe einer Bestellplattform verlängern konnten.
Es geht darum, in Nordrhein-Westfalen (NRW) 5.500 Schulen mit rund 2,5 Millionen Schülern sowie 700 Behörden mit rund 900.000 Mitarbeitern, darunter Feuerwehr und Polizei, bedarfsgerecht mit Corona-Tests zu versorgen. Die Verlängerung des Auftrags hatte das Land an die Bedingung geknüpft, dass die Schulen und Behörden ihren Bedarf schnell und einfach über einen Online-Shop bestellen können. Innerhalb von zwei Wochen hat trans-o-flex das proprietäre System iNetOrder an die Kundenanforderungen angepasst, den gewünschten Webshop erstellt und in die auftragsspezifischen Prozesse integriert. Die bei Siemens Healthineers für den Auftrag zuständige Anna Anagnostou-Eilers, Business Managerin Point of Care im Bereich Infektionsdiagnostik, blickt im Interview mit diesem Magazin auf die bisherige Zusammenarbeit mit trans-o-flex zurück.

Ein Interview
mit Anna Anagnostou-Eilers, Business Managerin Point of Care im Bereich Infektionsdiagnostik
Der Auftrag für die Verteilung von Tests in NRW war zunächst zeitlich sehr eng befristet. Inzwischen gab es eine zweite Ausschreibung, die Sie ebenfalls gewonnen haben. Muss man die erneute Beauftragung als Beleg dafür sehen, dass die Auftraggeber mit der Logistik zufrieden waren?
Anna Anagnostou-Eilers: Genau genommen handelt es sich um die Erweiterung bzw. Verlängerung des ursprünglichen Vertrages mit dem Bundesland Nordrhein-Westfalen. Die hohe Zufriedenheit des Kunden hinsichtlich Produkt und Logistik bzw. Projektabwicklung hat maßgeblich dazu beitragen, uns das Vertrauen des Bundeslandes zu wahren.
Wurden in der zweiten Runde im Vergleich zur ersten Runde logistische Abläufe verändert? Gab es andere Anforderungen?
Tatsächlich haben wir Abläufe angepasst und Verbesserungen vorgenommen, um die Testlogistik für den Kunden zu vereinfachen. So haben wir zusammen mit trans-o-flex für das Bundesland einen individuellen Webshop erstellt, damit der Kunde, und hier vor allem die Schulen, unkompliziert bestellen können. Mit dem Webshop haben wir zugleich die interne Abwicklung vereinfachen und Schnittstellen reduzieren können. Das Kundenfeedback bisher ist hervorragend gewesen.
War es für den zweiten Auftrag überhaupt eine Frage, ob man mit einem anderen Dienstleister als trans-o-flex zusammenarbeitet?
In Anbetracht der sehr guten und reibungslosen Zusammenarbeit gab es unsererseits keine Veranlassung, über einen Partnerwechsel nachzudenken. Die erforderliche Transportqualität, hier speziell der Thermotransport, war jederzeit gewährleistet und unser Partner hat bewiesen, dass er stabil in der Lage ist, 6.200 Lieferadressen wöchentlich zu beliefern.
Wie kam es dazu, dass Ware seit dem Sommer im Service Ambient Express transportiert wird und vorher im Service Health Express?
Wir wollten vor allem sicherstellen, dass die Qualität unserer Tests nicht von den schwankenden Temperaturen beeinflusst wird. Deswegen haben wir uns entschieden, alle Lieferungen für den kompletten Sommer temperiert zu transportieren. Beim CLINITEST Covid-19 Antigentest handelt es sich um ein Produkt, welches bei 2 °C bis 30 °C gelagert werden soll. Obwohl der kurzzeitige Versand beziehungsweise Transport dieses Produkts bei Umgebungstemperatur zulässig ist, wollten wir in Anbetracht der schwankenden Sommertemperaturen zu jedem Zeitpunkt sicher sein, dass die Qualität unserer Tests und damit die Qualität der Testergebnisse nicht negativ beeinflusst wird.
Wenn Sie auf die bisherige Projektgeschichte zurückblicken: Wie hat die Zusammenarbeit mit trans-o-flex aus Ihrer Sicht funktioniert?
Die Zusammenarbeit war von Anfang an über alle Ebenen vertrauensvoll. Bereits vor der Abgabe der initialen Unterlagen waren die trans-o-flex-Mitarbeiter jederzeit absolut flexibel und immer ansprechbar – gerade in den ersten Wochen, als alles neu war! Übersichten und Spreadsheets wurden in kürzester Zeit erstellt, damit der Kunde immer nachvollziehen konnte, wann welcher Empfänger welche Ware erhalten hat. Das hat sehr zur Transparenz beim Kunden beigetragen, was sich wiederum positiv auf die Grundstimmung und damit die Zusammenarbeit ausgewirkt hat. Auch die Abstimmung und Kommunikation mit unseren Mitarbeitern hat sehr gut harmoniert, was wir sehr zu schätzen wissen.
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