Mehr Sicherheit und Transparenz durch IT-gesteuerte Kontrolle, automatische Statusmeldungen und persönliche Übergabe an autorisierte Empfänger: Wie der trans-o-flex-Ident-Service Teil einer TÜV-zertifizierten Logistikkette wurde
„Die Digitalisierung im Gesundheitswesen erfordert auch in der Logistik neue digitale Lösungen. Wir sind das beste Beispiel dafür“, sagt Wolfgang Stauch. Er ist Geschäftsführer des Koblenzer Unternehmens CGM IT Solutions und Services GmbH. Das Tochterunternehmen der CompuGroup Medical SE & Co. KGaA, einem der weltweit führenden E-Health-Unternehmen, hat sich auf Lösungen für die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen spezialisiert. Eine der Säulen sind dabei E-Health-Kartenterminals. „Die Terminals ermöglichen nicht nur das Auslesen der elektronischen Gesundheitskarten (eGK), sondern auch die Nutzung von qualifizierten elektronischen Signaturen und weiteren Funktionen. Und weil das sehr sensible Daten sind, brauchen wir für die Zustellung der Terminals eine hochsichere Logistikkette. Wir müssen jederzeit wissen, wo die Ware ist und dass die Zustellung ausschließlich an autorisierte Personen erfolgt. All das muss digital dokumentiert und in Echtzeit übermittelt werden. Weil trans-o-flex für solche Fälle bereits eine erprobte Lösung hatte, sind wir ins Geschäft gekommen.“
Seit Januar 2024 holt trans-o-flex am Stammsitz von CGM in Koblenz täglich Sendungen ab, die ausnahmslos im Ident-Service zugestellt werden. „Mit diesem digital gesteuerten Spezialangebot stellen wir sicher, dass eine Sendung ausschließlich an eine berechtigte Person übergeben wird, die sich entsprechend ausweisen kann“, sagt Eugen Günther, Geschäftsführer Vertrieb bei trans-o-flex. „Kann sich der Empfänger nicht ausweisen, so kann der Zustellfahrer nur weiterarbeiten, wenn er in sein Handheld eine bestimmte Statusmeldung eingibt, die Sendung wieder mitnimmt und nach Beendigung seiner Tour in der trans-o-flex-Niederlassung in einem speziellen Sicherheitsbereich abliefert. Dort bleibt die Sendung so lange, bis der Versender verfügt, was mit ihr geschehen soll.“
CGM hat seinen Hauptsitz in Koblenz. © GMG
Für die Autorisierung des Empfängers bietet der trans-o-flex-Ident-Service zwei verschiedene Varianten an (siehe unten: So funktionieren beide Varianten des Ident-Service). Bei beiden weist sich der Empfänger mit einem individuellen QR-Code aus. „Der Kunde CGM wollte aber noch etwas mehr, was wir ebenfalls bereits bei anderen Kunden auf Wunsch organisieren“, verrät Günther.
trans-o-flex dokumentiert jeden Ortswechsel beziehungsweise Verantwortungsübergang einer Sendung, indem das Packstück gescannt wird. „Bei CGM stellen wir diese Scandaten automatisch aktiv zur Verfügung, der Kunde muss sie also nicht erst abrufen, sondern wir übermitteln jede neue Statusinformation direkt in das Transportmanagementsystem des Kunden.“ Während die meisten Kunden nur über die Ausnahmen im Prozess informiert werden wollen, schlägt CGM mit dieser lückenlosen, automatischen Dokumentation zwei Fliegen mit einer Klappe. „Das Unternehmen nutzt unsere Information einerseits als Nachweis einer sicheren Lieferkette gegenüber seiner Aufsichtsbehörde.“ Der trans-o-flex-Dokumentationsprozess wurde dazu Teil einer vom TÜV SÜD zertifizierten sicheren Lieferkette. Der Kunde weiß daher jederzeit, wo seine Kartenlesegeräte sind, und kann dies durch die Scandaten nachweisen. „Gleichzeitig stellt CGM die Sendungsinformationen auch seinen Kunden zur Verfügung, damit die sich ebenfalls jederzeit über den Status der Sendung informieren können.“
In der zentralen Fertigung der CGM IT Solutions und Services GmbH wird vor der Auslieferung jeder Server und Client geprüft und kundenindividuell konfiguriert. So geht die Installation beim Kunden vor Ort deutlich schneller. © GMG
Schließlich lässt CGM alle Ident-Sendungen als Express-Paket bis zehn oder zwölf Uhr am nächsten Werktag zustellen. „Es gibt aber darüber hinaus noch besonders zeitkritische Sendungen, die über unseren Special Service organisiert werden“, ergänzt Günther. In solchen Situationen ruft ein CGM-Mitarbeiter direkt bei seinen Ansprechpartnern der Abteilung Special Services von trans-o-flex an und gibt vor: „Sie müssen noch heute innerhalb von zwei Stunden Ware in Koblenz abholen.“ Für diesen Bedarf wird dann eine Direktfahrt vom Logistikzentrum des Kunden zum Empfänger der Ware organisiert.
Seit Anfang 2026 lässt CGM inzwischen auch weitere Sendungen in Deutschland von trans-o-flex zustellen. „Nachdem wir ein Jahr lang gute Erfahrungen mit dem Ident-Service von trans-o-flex gemacht haben, haben wir unser Distributionsvolumen für Paketsendungen neu ausgeschrieben und für die Express-Sendungen hat trans-o-flex diese Ausschreibung gewonnen“, so Stauch. „Da sich die Empfängergruppen von trans-o-flex und CGM stark überschneiden, hat das sehr gut gepasst.“
So sieht eine Variante der Kartenlesegeräte aus, die CGM im Ident-Service von trans-o-flex verschickt. Da das Gerät die Gesundheitskarten von Versicherten ausliest, darf es nur zugestellt werden, wenn sich der Empfänger mit einem individuellen QR-Code identifizieren kann. © Cherry
Wolfgang Stauch, Geschäftsführer der CGM IT Solutions und Services GmbH, © CGM